Deutsche Unternehmen · Niederlassung in Tunesien
Mehrere hundert deutsche Unternehmen produzieren und entwickeln bereits in Tunesien, vor allem in der Automobilzulieferung (Kabelbäume, Elektronik), im Maschinenbau, in der Luftfahrt, im Textilbereich und in IT-Dienstleistungen. Knapp drei Flugstunden von Frankfurt oder München, nahezu gleiche Zeitzone, ein Doppelbesteuerungsabkommen und wettbewerbsfähige Lohnkosten. Dieser Leitfaden fasst zusammen, was ein Geschäftsführer oder CFO vor der Gründung und Führung einer tunesischen Tochtergesellschaft wissen sollte, und was MGI BFC übernimmt.
Tochtergesellschaft (SARL oder SA), Zweigniederlassung oder Verbindungsbüro; allgemeines Regime, vollständig exportierende Gesellschaft oder Ansiedlung in einer Regionalentwicklungszone je nach Tätigkeit und Märkten. Die Wahl bestimmt Körperschaftsteuer, Umsatzsteuer, Zoll und Devisenrecht.
Kapitaleinlage und Gesellschafterdarlehen über eine tunesische Bank, mit der devisenrechtlichen Dokumentation, die die spätere Rückführung von Dividenden und Veräußerungserlösen sichert; Anmeldung der Investition bei den zuständigen Stellen je nach Sektor.
Satzung, nationales Unternehmensregister, Steuernummer, Anmeldung bei der Sozialversicherung CNSS, Kontoeröffnung; die Formalitäten kann ein Bevollmächtigter mit beglaubigter oder apostillierter Vollmacht erledigen, ohne Reise der Geschäftsführung.
Arbeitsverträge gemäß anwendbarem Tarifvertrag, Anmeldung der Mitarbeiter, Lohnabrechnung und Abgaben (CNSS, Lohnsteuereinbehalt), Status entsandter oder expatriierter deutscher Mitarbeiter (Sozialversicherungsabkommen Deutschland-Tunesien, Arbeitserlaubnisse).
Buchführung nach tunesischen Standards, monatliche Erklärungen, Vorauszahlungen, Jahreserklärung, Jahresabschluss; Reporting im Konzernformat (HGB-Kontenrahmen, Konsolidierungspaket, IFRS) und Abschlusskalender abgestimmt mit der Zentrale.
Konzernumlagen, Lizenzgebühren, Darlehen, Weiterbelastungen: Verrechnungspreise, durch das DBA reduzierte Quellensteuern, Umsatzsteuer auf Dienstleistungen, Devisenrecht; Dokumentation vor der ersten Betriebsprüfung bereit.
Das DBA Deutschland-Tunesien verteilt das Besteuerungsrecht zwischen beiden Staaten, begrenzt die Quellensteuern auf Dividenden, Zinsen und Lizenzgebühren und regelt die Vermeidung der Doppelbesteuerung. Seine Anwendung setzt Ansässigkeitsbescheinigungen und eine ordnungsgemäße Dokumentation voraus; wir bereiten sie vor.
Die Ausschüttung an die deutsche Muttergesellschaft unterliegt in Tunesien einer Quellensteuer, die im Rahmen des DBA reduziert wird, und anschließend dem Devisentransfer, der die Dokumentation der ursprünglichen Investition voraussetzt. Dieses Dossier ab Gründung aufzubauen vermeidet Blockaden.
Konzerninterne Transaktionen müssen dem Fremdvergleichsgrundsatz entsprechen; jährliche Erklärung und Dokumentation oberhalb der tunesischen Schwellen. Nicht dokumentierte Management Fees sind die erste Hinzurechnung bei einer Prüfung: Vertrag, Nachweise, Umlageschlüssel.
Sozialversicherungsabkommen bei Entsendungen, steuerliche Ansässigkeit und Besteuerung der Vergütung, Arbeitserlaubnisse: vor der Abreise zu klären, nicht danach.
In den meisten Fällen nicht: Die Formalitäten kann ein Bevollmächtigter mit beglaubigter oder apostillierter Vollmacht erledigen; die Kommunikation erfolgt auf Englisch oder Französisch in nahezu gleicher Zeitzone. Ein Besuch bleibt für Standortwahl und Einstellungen sinnvoll.
Eine ansässige Gesellschaft fakturiert auf dem lokalen Markt grundsätzlich in Dinar; Exporte von Waren und Dienstleistungen werden in Devisen fakturiert, und Deviseneinnahmen unterliegen dem Devisenrecht. Vollständig exportierende Gesellschaften genießen ein besonderes Regime. Wir richten Fakturierung und Konten entsprechend ein.
Ja, wenn die ursprüngliche Investition in Devisen über eine tunesische Bank finanziert und ordnungsgemäß dokumentiert wurde, und nach Zahlung der durch das DBA reduzierten Quellensteuer. Genau dieses Dossier bauen wir ab Gründung auf.
Tunesischer Jahresabschluss nach lokalen Standards, dazu ein monatliches oder vierteljährliches Reporting in Ihrem Format (HGB-Kontenrahmen, Konsolidierungspaket, IFRS) und ein Abschlussgespräch mit Ihrer Finanzabteilung auf Englisch.
Beschreiben Sie Ihr Vorhaben (Tätigkeit, geplanter Personalbestand, Kunden, Zeitplan) über unser Angebotsformular; ein Partner antwortet innerhalb von 24 Stunden auf Englisch für ein erstes kostenloses und vertrauliches Gespräch.
Informationsleitfaden von MGI BFC, Kanzlei, eingetragen bei der tunesischen Wirtschaftsprüferkammer (OECT) und Mitglied von MGI Worldwide. Regime, Sätze und Schwellenwerte ändern sich mit den Finanzgesetzen und den Rundschreiben der Zentralbank: Jede Situation wird einzeln geprüft.
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